Lackieren mit Roboter Programming

Herausforderungen in der Lackierkabine

Die «alten» Lackierer gehen in Rente. Lackieren mit Roboter. Ist das eine Alternative? Junge Leute wollen oft nicht mehr im Lackierraum 9 Stunden täglich im Lackstaub arbeiten. Und andererseits mit den vorhandenen Arbeitsmöglichkeiten müssen sie es auch nicht unbedingt. Kompetente Leute bekommen oft problemlos eine Stelle.

Wie kann eine Lackiererei in diesem Kontext nicht nur überleben, sondern gar wachsen? Wie finden wir gute Lackierer und dann, wie bieten wir bessere Arbeitsbedingungen?

Lackieren mit Roboter. Digitalisierung in allen Branchen

In einer Welt der Digitalisierung und Globalisierung sind auch Lackierbetriebe in der Schweiz in einer herausfordernden Situation. Sie müssen täglich wiederholbare Qualität durch qualifiziertes Personal schnell und anschliessend unkompliziert liefern. Und dies natürlich ebenso langfristig.

Prozesse sind wiederkehrende Abläufe. Sie werden sobald rentabel digitalisiert. Im Maschinenbau, erledigen komplexe CNC Roboter Arbeiten innerhalb von wenigen Minuten. Damals, also ohne Technologie, hätte dies Tage, ja sogar Wochen gedauert. Und Unsummen gekostet.

Der Bausektor entwickelt Technologien wie diesen Roboter Hund. Diese ermöglichen es tausende von Quadratmetern innerhalb von Wochen zu erstellen. Genauso auch um Abmessungen innerhalb von Minuten zu erledigen und dokumentieren.

Es gibt kleinere, aber umso markantere Beispiele. Einige sind heute in jedem Kleinstbetrieb präsent sind inzwischen. Denken Sie an das automatisierte Rechnungswesen. Ferner online Shops, dann Webinare statt Kurse vor Ort, digitales Marketing usw.

Technologie ermöglicht Wachstum anstatt Schrumpfen. Einerseits von KMUs. Aber auch für den Markt und für die ganze Gesellschaft. Alle, die nicht mitmachen, werden früher oder später deswegen nicht mehr überlebenstauglich sein. Einerseits, weil sie kein qualifiziertes Personal mehr finden. Andererseits, weil sie nicht genug Wert und Qualität schöpfen. Oder, weil sie nicht die richtige Infrastruktur, und damit die vom Markt geforderte Auftragsgeschwindigkeit haben.

Digitalisierung durch Lackierroboter

Wie sieht aber ein digitalisierter Lackierprozess aus?

Ebenfalls durch Roboter und Automatikanlagen. Es scheint heutzutage vielleicht unlogisch , im Jahr 2020 zu sagen, dass alle Lackierbetriebe, die den Lackierungsprozess nicht digitalisieren können langfristig nicht überleben. So war es aber auch bevor Bill Gates sein Betriebssysytem DOS/Windows für kleine IBM Computer auf den Markt brachte. Rechnungen wurden damals mit der Schreibmaschine oder von Hand geschrieben. Die Idee von einem digitalen Büro schien sowohl Fiktion, als auch Unmöglichkeit. Heute ist es eine jedermanns Realität. Und die Digitalisierung schreitet weiter fort mit erhöhter Geschwindigkeit.

Generation Y oder die Millenials

Die gute Nachricht vorweg. Roboter sind coole Maschinen. Sie sind viel einfacher zu benutzen als andere Technologien.

Die Generation, welche in der Mittelschule schon ein Social Media Konto hatte, ca. ab Jahrgang 1980, nennt man die Generation Y. Oder Millenials. Die Millenials kennen diese Titel: FIFA, Fortnite, Counter Strike, Call of Duty, Need for Speed, Minecraft, Mortal Kombat oder GTA. Alles Computerspiele. Was haben diese Videogames nun mit den Lackierrobotern der neusten Generation gemeinsam?

Ein Joystick

Alles wird allein durch einen Joystick gesteuert. Im Lackierraum, wie bei den Videogames. Darum ist es heute folglich sehr einfach einem Millenial (Jahrtausender oder Generation Y) beizubringen, wie Lackierroboter funktionieren.  Und es ist kein Muss sondern es macht ihnen Spass, weil es einfach Ihre Welt ist. Sie fühlen während der Arbeit daheim und sicher mit dem Joystick in der Hand. Das kann man über die 60-Jährigen so nicht ganz sagen. Und. Sie sind später in 4 Jahren zwar noch da aber entweder pensioniert oder nicht mehr im Lackierraum.

Ein Mitarbeiter aus der Generation Y arbeitet gerne bei einer Firma, wenn er seinen Job als Projekt versteht. Eine Aufgabe bei der nicht die Arbeitsstunden, sondern auch die Arbeitsqualität, Effizienz und genauso das Arbeitsklima wichtig ist. Etwas bei dem er Möglichkeiten sieht deswegen in seinem Leben zu wachsen.

Und etwas wobei er währen der Lackierung ausserhalb der Lackierkabine vor dem Roboterdisplay wichtig ist. Mit einem Joystick.

Self learning

Die neuen Roboter sind selbstlernend. Das bedeutet, dass der Lackierer den Roboterkopf in die Hand nimmt, und dabei das Objekt einmal lackiert. Das zweite Mal macht es der Roboter genauso wie gelernt selbst. Er lernt wie ein sehr gelehriges Kind. Inzwischen sind immer wechselnde Teile kein Problem. Farbwechsel ist soweit auch kein Problem. Alles ist automatisiert. Keine Pistole muss nämlich von Hand gereinigt werden. Diese Prozesse sind beim lackieren mit Roboter schliesslich nicht mehr aufwändig.

Lackieren mit Roboter. Der Lackierer bleibt der Chef in der Kabine

Jobverlust wegen Roboter?

Generation Y versteht, dass ein Roboter den Job einerseits nicht wegnimmt, sondern unterstützend wirkt, oder «cooler» macht. Er wird von einem Roboter nicht ersetzt, schliesslich wird ihm geholfen. Und das macht einen sehr grossen Unterschied. Sooft es um Arbeit geht, bevor Gutes geleistet werden kann, beziehungsweise die Motivation da ist, muss Interesse da sein.

Lackieren mit selbstlernenden Robotern. Hier noch ohne Joystik.

Lackieren mit Roboter. Was bedeutet es für das Business?

Sobald ein Roboter arbeitet, dann bringt er immer die gleiche Qualität. Er macht keine Party über das Wochenende, sodass er am Montagmorgen müde ist. Freitagnachmittag schaut er nicht, ob er früher gehen kann. Seine Bewegungen sind jedoch gegenüber den Bewegungen von Lackierern jederzeit millimetergenau wiederholbar.

Die Arbeit des Roboters dagegen ist steuerfrei. Er hat schlisslich auch keine AHV zu bezahlen und einmal installiert, arbeitet er während 10 Jahren problemlos. Diese Vorteile beinhalten zumal die Möglichkeit, die Qualität zu verbessern, damit die Marktfähigkeit zu behalten, und nicht nur die Arbeitsgeschwindigkeit den Märkten anzupassen.

Sie müssen über das Wochenende einen grösseren Auftrag erledigen? Obwohl alle weg sind. Alles was ein Roboter dagegen braucht ist Strom, Lack und eine Kabine. Grosse Teile sind ebenfalls kein Problem für Roboter. Ein Lackierer kann manuell bis ungefähr in 1 Meter Höhe angenehm lackieren. Sobald etwas höher ist, muss er eine Leiter nehmen. Hier kommt dann auch das Argument der Arbeitssicherheit zum Zug.

Der Unterschied zwischen Kosten und Investitionen ist die kurz- und langfristige Rentabilität. Wie hoch sind die Investitionen für eine Anlage. Wann ist der BEP (Break Even Point) erreicht?

Lackieren mit Roboter. Wie sind die Personalkosten?

Break Even Point für Lackierrroboter
Break Even Point für Lackierroboter.

Der Durchschnittslohn eines Lackierers liegt bei 65 000 CHF. Dazu kommen noch ca. 10 % AHV und Versicherungen. Somit kostet ein Lackierer also rund um 72 000 CHF pro Jahr. Er hat aber noch 20 Tage Urlaub. Wie sieht das aber mit den Lohnkosten bei 2 oder gar 3-Schichtbetrieb aus?

Die Tabelle zeigt, den Unterschied der Personalkosten beider Verfahren. Bei manueller Lackierung wird jede Schicht mit einem Lackierer erledigt. Beim Lackieren mit Roboter reicht es, wenn nur eine Schicht mit einem Lackierer / Programmierer gemacht wird. Jede weitere Schicht kann von einer Hilfskraft erledigt werden. Die Personalkosten für eine Hilfskraft haben wir mit 50 000 CHF/Jahr gerechnet.

So ergibt sich eine Ersparnis von

  • 12 000 CHF/Jahr bei 1-Schicht Lackieren,
  • 34 000 CHF/Jahr bei 2-Schicht Lackieren und
  • 56 000 CHF/Jahr bei Lackieren in 3-Schicht.

Das ergibt eine durchschnittliche Ersparnis von 34 000 CHF/Jahr

Investitionen

Bei manueller Beschichtung sind die einzigen Investitionen in die Farbversorgung zu rechnen. Das sind i.d.R eine Pumpe und eine Pistole. Je nach Art, kann das 5’000 CHF oder mit Elektrostatik z. B. bis zu 15 000 CHF kosten. Bei der Robotik ändert sich das.

Die Investitionen für Lackieren mit Roboter mit Farbversorgung, Applikation, Bewegungstechnik und Sicherheitstechnik liegen im Durchschnitt bei 170 000 CHF.

Break Even Point. Nicht der einzige Faktor

Die Investitionen dividiert durch die durchschnittlichen jährlichen Ersparungen, ergeben den Break Even Point. BEP ist der Punkt, wo die Investitionen sich amortisiert haben. Ab diesem Punkt sind wir profitabel. Wir werden den BEP nur im Verhältnis von Investitionskosten / Personalkosten ausrechnen.

Durchschnitt BEP= 170 000 CHF / 34 000 CHF durchschn. Einsparungen = 5 Jahre.

Wie früher schon präsentiert, ist der BEP bei weitem nicht der einzige Faktor. Ob wir in die Digitalisierung investieren müssen oder nicht, ist heute keine Frage mehr. Wollen wir ein gesundes Arbeitsklima für die KMUs in der Schweiz? Wollen wir hohe Löhne, und trotzdem Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten sein? Dann müssen wir im Digitalisierungsprozess mitmachen. Sie können sagen: Woher bekomme ich jetzt ein Programmierer, um meine Roboter zu bedienen? Nun. Jeder Lackierbetrieb hat Lackierer. Und es ist viel einfacher einem Lackierer beizubringen, wie das spielerische Programmieren mit einem Roboter der neusten Generation  funktioniert, als einen Programmierer beizubringen, wie Lackieren funktioniert.

Die Frage heute ist, ob es sich ein Betrieb leisten kann keinen Roboter einzusetzen. Was bringt mir ein Roboter, als Lackierbetrieb in der Schweiz? Eine Amortisationszeit von 5 Jahren, attraktive Arbeitsplätze für die Generation Y, hohe Oberflächenqualität mit unendlicher Wiederholbarkeit, erhöhte Produktionsmenge, Wachstum und eine sichere Zukunft für das Unternehmen.

Lackieren mit Roboter. So lernt ein Self learning Roboter

K. Lips AG in diesem Prozess

Wir sind dazu da, Lackierbetriebe in der Schweiz im Digitalisierungsprozess zu begleiten und zu unterstützen. Unsere Mission ist, durch unsere Systeme jedem Kunden wettbewerbsfähige Lackierprozesse zu sichern. Das bedeutet nicht nur Farbversorgung, sondern auch gutes Prozessdenken.

Wünschen Sie eine Auskunft oder Vorführung zu dieser Anwendung? Sie erreichen uns über die Nummer +41 (0)71 755 49 14 oder über die E-Mail airmix@kremlin.ch.